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Autor Thema: Glauben im Knast  (Gelesen 27757 mal)
Team_Planet-Tegel
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Beiträge: 81


« am: 28. September 2005, 01 Uhr »

Glaube versetzt bekanntlich Berge

... wenn man glaubt soll das ja so sein.
Ist der Glaube (der religiöse Glaube) im Knast zum größten Teil nur Zweckverhalten?
Dann wäre es kein Glauben, sondern nur Kirchgang als Abwechslung zum tristen Alltag.
Wie denkt man draußen darüber.

Team planet-tegel
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babalu
Gast
« Antworten #1 am: 28. September 2005, 18 Uhr »

natürlich glauben die meisten nicht an Gott, aber warum sollen Sie die Abwechslung eines Kirchenbesuches nicht nutzen?
babalu
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marek38
Gast
« Antworten #2 am: 23. Januar 2006, 11 Uhr »

Glaube versetzt bekanntlich Berge

... wenn man glaubt soll das ja so sein.
Ist der Glaube (der religiöse Glaube) im Knast zum größten Teil nur Zweckverhalten?
Dann wäre es kein Glauben, sondern nur Kirchgang als Abwechslung zum tristen Alltag.
Wie denkt man draußen darüber.

wir laden sie zur filmvorführung ein "die bibel ein buch der tatsachen und der prophetie"
haus 5, 30.01.2006,uhr 18.00 (deutsch,polnisch)
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marek38
Gast
« Antworten #3 am: 23. Januar 2006, 12 Uhr »

wir laden sie herzlich zur Filvorführung ein
"die biel ein buch der tatsachen und der prophetie."
haus V , 30.01.2006 , uhr18.00 (deutsch,polnisch,russisch)
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Bollzeck
Gast
« Antworten #4 am: 10. Februar 2006, 22 Uhr »

Ich denke schon, das es drinnen weiter hilft.
Aber ich kann da nicht viel zu sagen, da ich selber auch nicht glaube.
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Susan
Gast
« Antworten #5 am: 13. Februar 2006, 23 Uhr »

Hallo,

ich hoffe ich bin hier richtig unter rubrik "kritik & anregung"
wo ist denn alte beitraege?. habe ich nach archiv gesucht und nicht gefunden.
ihr habt doch hoffentlich nicht geloescht?

freue mich auf antwort.

susan
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Team_Planet-Tegel
Internetgruppe
Sr. Member
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Beiträge: 81


« Antworten #6 am: 21. Februar 2006, 12 Uhr »

Hallo Susan,

Du fragst nach alten Beiträgen, wenn im Forum länger als 9 Monate nicht mehr auf einen Beitrag zugegriffen wurde, dann wird er gelöscht. Ein Archiv für das Forum gibt es nicht.
Interessante Beiträge aus der Internetgruppe werden nicht nur im Forum sondern auch im Aktuellen veröffentlicht. Dort gibt es auch ein Archiv.

Wenn Du Dir die Beiträge im Forum ansiehst, meinst Du wirklich, daß die alle aufgehoben werden sollten, außerdem in den meisten Beiträgen unterhalten sich doch die Forummitglieder untereinander.

Vergitterte Grüße aus Tegel
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Susan
Gast
« Antworten #7 am: 23. Februar 2006, 15 Uhr »

hallo team-planet-tegel,

hab ich mir die nutzungsbedingungen von planet-tegel noch einmal angeschaut und finde ich nicht, dass regel, dass besagt, beitraege werden nach 9 monate geloescht. habe ich auch frueher sehr viel aeltere betraege bei euch gefunden. ist das jetzt neue regel, dass beitraege werden geloescht, nach 9 monaten, wenn sie nicht aufgerufen werden? habt ihr nur so wenig webspace, dass ihr muesst alte betraege loeschen?
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Kastanienwald
Gast
« Antworten #8 am: 20. April 2006, 15 Uhr »

Hallo
Also ich finde das der "Glaube" sehr wichtig für den Menschen ist.....
Seit es Menschen gibt, fragen sie sich wer Gott ist, ob es einen oder mehrere Götter gibt, ob es Gott überhaupt gibt. Erstaunlicherweise haben alle Weltreligionen einen oder mehrere Götter.
Ich Glaube an mich und meine Familie, wo ich mehr Halt im Leben bekomme............... als mir jeh ein Gott geben kann und konnte.
 Klar bete ich auch, wenn es mir sehr dreckig geht (würde ihn dann gern anrufen...kenne seine Nummer aber nicht), doch ich bin in "meinem Leben" zu dem Entschluss gekommen....das es bei soviel Schicksalsschlägen einfach keinen Gott geben kann.
Trotzdem finde ich es wichtig, wenn der Mensch an etwas glaubt auch wenn es manchmal nicht verständlich ist(Aktuellerfall-Ehrenmord).
Glaube heißt für mich Hoffnung
Danke fürs lesen....



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Frank2
Gast
« Antworten #9 am: 27. Juni 2006, 14 Uhr »

Hallo, Zusammen

Knast ... "Mit Jesus" ... Oder Knast "Ohne Jesus"  an meiner Seite. Ich kenne Beides. Während einer fast 10 jährigen Flucht ins Ausland, lernte ich Gottes Liebe kennen, die mich so stark machte, meine Reststrafe dann freiwillig in Deutschland abzusitzen. Die restlichen  3.5 Jahre gingen vorbei wie nix. Ich hatte gar keine Zeit mehr an "meinen Schei.. zu denken" Es gab soviel zu tun- um mich herum- Mit Jesus, hast Du auch keine Angst mehr. Du folgst einfach nur Deinem Gewissen. Mann, wenn ich da an meine erste Zeit im Knast denke....
Jeden Tag das Nachdenken über das was vielleicht kommt..oder eben nicht kommt... was passiert, wenn ich das so mache, oder so. Katzebuckeln vor jedem, weil man was erreichen will.... Nein, das alles hat mich nachher absolut nicht mehr gestört. Ich lebte im knast wie heute in "Freiheit", denke an das Heute. Weiß ich denn, ob ich morgen überhaupt noch existent bin. Was nützt mir der Urlaub, der Ausgang in 1 jahr..? Nein. "Mit Jesus" bist Du frei. Den Knast, den schiebste einfach ab. "Mit Jesus" bist Du resozialisiert, wenn Du es ernst nimmst. Ob das um Dich herum jemand erkennt oder Nicht.. ist völlig "Wurscht". Du bist's ..und fertig. Und Du findest sofort auch die richtigen Wege, wenn das Tor hinter Dir zugeht.

Frank



 war schon eine  der Restaufenthalt in einem Gefängnis nach einer Flucht ins Ausland eine absolut andere Erfahrung als die   
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elvetritsche
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Beiträge: 1


« Antworten #10 am: 07. Oktober 2006, 22 Uhr »

Hallo, beim Stöbern auf diesen Seiten ist mir auch dieses Thema aufgefallen und da hab ich mich an eine Geschichte erinnert aus dem Buch von Wilhelm Busch: Jesus unser Schicksal


Feindesliebe

Der französische Evangelist Dapozzo war im Dritten Reich in einem
Konzentrationslager und hatte davon einen ganz zerschlagenen Arm. Er
erzählt:

Im KZ ließ mich mal um die Mittagszeit der Lagerleiter holen. Ich wurde in
ein Zimmer geführt, in dem der Tisch gedeckt war. Aber es stand nur ein
Gedeck auf dem Tisch. Und dann kommt der Lagerleiter. Ich hatte brüllenden
Hunger. Und dann setzt der Lagerleiter sich hin und bekommt ein
phantastisches Essen serviert, einen Gang nach dem anderen. Und ich muß
stramm stehen und zusehen. Er macht mir vor, wie es ihm schmeckt – und ich
sterbe vor Hunger. Aber das war das wenigste. Am Schluß lässt er sich
Kaffee bringen. Dazu stellt er ein Päckchen auf den Tisch und sagt: „Sehen
Sie mal, das hat Ihnen Ihre Frau aus Paris geschickt: Gebäck!“

Ich wußte, wie wenig es zu essen gab und wie meine Frau gespart haben
mußte, um die Plätzchen zu machen. Und dann fängt der Lagerleiter sie an
auf zu essen. Ich bitte ihn: „Geben Sie mir wenigsten eins, ich will es
nicht essen, ich möchte es zum Andenken an meine Frau haben“.

Und lachend ißt der das letzte auf. In dem Augenblick wurde mir klar, was
es heißt: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz“. Ich konnte den
Mann lieb haben. Ich dachte: „Du armer Mann! Keinen Menschen hast du, der
dich liebt. Nur Haß umgibt dich! Wie gut habe ich es als Kind Gottes!“

Da sprang der Lagerleiter auf. Er spürte, dass ich ihn nicht haßte und
rannte hinaus. Nach dem Krieg besuchte ich diesen Mann. Er wurde bleich
und sagte: „Sie wollen sich rächen!“

„Ja“, sagte ich, „ich will mich rächen. Ich möchte eine Tasse Kaffee bei
Ihnen trinken. Und im Auto habe ich eine Torte mitgebracht. Und jetzt
essen und trinken wir zusammen!“

Meinem ehemaligen Peiniger geht auf, dass ein Mensch, der in die Gewalt
Jesu gekommen ist nicht mehr hassen kann. Er ist frei gemacht, weil die
Liebe Gottes ausgegossen ist in sein Herz.

Könntet Ihr Euch so ein Verhalten auch vorstellen?

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brummi
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Beiträge: 2


« Antworten #11 am: 16. Dezember 2006, 10 Uhr »

Glauben kann schon Mittel  zum zweck sein. So kenn ich ein persönliches Beispiel aus Festungshaft in DDR -JVA.Da lieh man sich mitunter auch als Atheist eine Bibel aus , einfach um mal alleine zu sein . Man kam dann nämlich in einen Einzelzelle in der dann "netterweise" allerdings das Licht ausgeschaltet wurde........Im übrigen kann ich nur wünschen ,dass die Seelsorge in Tegel so ist , dass die Seelsorger nicht blos quatschen , sondern auch durch die Tat etwas von dem Ausstrahlen ,was den Ungläubigen fragen lässt, was hat der , was ich nicht habe , an innerer Freiheit ,Föhlichkeit und Gelassenheit. Im übrigen gilt auch in Einzelhaft :"Wer Gott kennt , ist nie allein." Das kann ich auch aus eigener Erfahrung als frohmachende Wirklichkeit bezeugen.....
brummi  Cheesy
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Silberliche
Gast
« Antworten #12 am: 26. Dezember 2009, 11 Uhr »

Die Bibel ist ansich das interessanteste Buch überhaupt, es hat viele Kurzgeschichten. Und sie kann sehr lehrreich sein.
Ich glaube, ich glaube an mich und das meine Kraft und Stärke viel erreichen kann.
Ich glaube das die Liebe alles erleichtern kann.
Ich glaube das Verständnis für einander wichtig ist.

Und ich glaube das es wichtig ist sich auf manche Dinge einzulassen und sie nicht wort wörtlich zu nehmen.
Der Gefängnis Pastor kann einige mehr bieten, wenn man sich an ihn wendet. Er kann mit Euch reden, Euch zuhören und er kann Euch Wege zeigen.
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